Foundry VTT auf Raspberry Pi installieren – Node.js Headless Server

Foundry VTT auf einem vorbereitetem Raspberry Pi in der Node.js‑Variante installieren.

1. Grundsystem vorbereiten

  1. SSH login über Raspberry Pi Connect oder eine Terminal-Verbindung
  2. System aktualisieren: sudo apt update und sudo apt upgrade -y
  3. Basiswerkzeuge installieren (falls noch nicht vorhanden): sudo apt install -y curl unzip
  4. Gerät neu starten: sudo reboot

2. Node.js installieren

Für Foundry empfiehlt sich eine stabile LTS‑Version (hier 20.X) von Node.js.

  1. Vorbereitung der Node.js Installation: sudo apt install -y libssl-dev
  2. Node.js Setup lokal verfügbar machen:curl -sL https://deb.nodesource.com/setup_20.x | sudo bash -
  3. Node.js installieren: sudo apt install -y nodejs
  4. Versionen prüfen: node --version npm --version

3. Verzeichnisse für Foundry anlegen

Getrennt angelegte Verzeichnisse für Installationsdateien und Datenverzeichnis (Welten, Module, Backups).

  1. In das Home‑Verzeichnis wechseln: cd ~
  2. Verzeichnisse anlegen:mkdir -p ~/foundryvtt ~/foundrydata
    • ~/foundryvtt: hier liegt die Node‑Installation von Foundry.
    • ~/foundrydata: hier liegen deine Daten (Welten, Systeme, Module, Konfiguration).
  3. In das Installationsverzeichnis wechseln: cd ~/foundryvtt

4. Foundry VTT Node‑Variante herunterladen

  1. Lizenz und Download‑Link bereit halten
    • Auf der Foundry Webseite einloggen.
    • Unter „Purchased Licenses“ die Node.js‑Variante auswählen.
    • Neben dem Download‑Button auf das kleine Kettensymbol klicken, um einen temporären Direktlink zu erhalten.
  1. Download‑Link kopieren
    Du erhältst eine URL, die du gleich in den Befehlwget einsetzt um die Archivdatei zu laden und als foundryvtt.zip lokal im Installationsverzeichnis abzuspeichern.
  2. Foundry‑Archiv herunterladen (in ~/foundryvtt speichern): wget -o foundryvtt.zip "HIER-DEIN-GENERIERTER-FOUNDY-TIMED-LINK"

5. Foundry entpacken

  1. Archiv entpacken: unzip foundryvtt.zip
  2. Ordnerinhalt prüfen: ls -a

6. Foundry testweise mit korrektem Datenpfad starten

  1. Ersten Teststart im Terminal initiieren: node ~/foundryvtt/resources/app/main.js --dataPath=$HOME/foundrydata
  2. Im Browser verbinden:
    • Im gleichen Netzwerk einen Browser öffnen.
    • http://IP-DEINES-PI:30000 aufrufen (Standardport 30000).
  3. Ersteinrichtung durchführen:
    • Lizenzschlüssel eingeben.
    • Admin‑Account anlegen.
    • Prüfen, ob Oberfläche reagiert.
  4. Prüfen, ob im Verzeichnis ~/foundrydata neue Unterordner (z. B. Config, Data, Logs) angelegt werden.

8. Optional: systemd‑Dienst einrichten

Damit Foundry automatisch startet und im Hintergrund läuft, bietet sich ein der nodejs-Prozessmanager pm2 an (Node.js bereits installiert)

  1. Prüfe zuerst, ob Node und npm da sind: node -v und npm -v.
  2. Installation von pm2 via npm: npm install -g pm2
  3. Versionscheck: pm2 -v
  4. Applikation mit PM2 starten: pm2 start app.js --name my-app
  5. Prüfen: pm2 status
  6. Startup-Script für PM2 einrichten: pm2 startup
  7. Den Befehl der Ausgabe komplett ausführen um automatisch einen systemd-Service zu erzeugen, der beim Booten gestartet wird.
  8. Aktuelle PM2-Prozesse sichern: pm2 save
  9. Raspberry Pi neu starten: sudo reboot

9. Zugriff und Feinschliff

  1. Zugriff im Netzwerk:
    • Browser: http://IP-DEINES-PI:30000
  1. Performance‑Hinweise auf dem Raspberry Pi:
    • Möglichst eine schnelle SD‑Karte oder SSD nutzen.
    • Nicht zu viele speicherhungrige Module gleichzeitig aktivieren.
    • Regelmäßig Backups von ~/foundrydata erstellen.